• Sie befinden sich hier:
<
>

Strom tanken ohne Vertrag

(vom 01.12.2017)

Bislang gilt: Bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur gibt es viele verschiedene Bezahlsysteme. Doch künftig wird punktuelles Laden sehr viel einfacher – dank einer Änderung der Ladensäulenverordnung.

Strom tanken kostet in der Regel Geld, klar. Das ist für die meisten Fahrer selbstverständlich. Weniger gelassen nehmen viele E-Autofahrer die Uneinheitlichkeit bei der Ladeinfrastruktur hin. Denn jeder Ladesäulen-Betreiber kann sein eigenes Bezahlsystem unterhalten. Für Elektroauto-Fahrer bedeutet das: Mit vielen Betreibern, bei denen er seine Batterien aufladen will, muss er einen Vertrag abschließen und bekommt dann eine Chipkarte oder eine App. Das ist nötig, um an der Ladesäule tanken und im Anschluss bezahlen zu können. Mittlerweile gibt es zwar immer mehr Roaming-Tarife, mit denen man bei mehreren Anbietern Strom tanken kann. Wer allerdings oft überregional unterwegs ist, sollte besser mehrere Bezahlkarten bzw Apps mit sich führen.

Öffentliches Laden wird einfacher
Strom tanken ohne Vertrag, auch Ad-Hoc-Laden oder punktuelles Laden genannt, funktioniert derzeit nur an wenigen Strom-Zapfsäulen. Doch das wird sich bald ändern. Mit der im Juni 2017 in Kraft getretenen Änderung der Ladesäulenverordnung hat die Bundesregierung den Grundstein dafür gelegt, dass Elektroauto-Fahrer ihr Auto auch dann auftanken können, wenn sie keinen Stromliefervertrag mit dem Anbieter der Ladesäule haben. Betreiber öffentlich zugänglicher Ladeeinrichtung müssen ihre Stromtankstellen künftig technisch so ausrüsten, dass das spontane Laden möglich ist.

Nutzung ohne Authentifizierung
Die Betreiber können wählen, ob sie den Strom kostenlos abgeben, eine Zahlung mit Kreditkarte oder mit Bargeld in unmittelbarer Nähe zum Ladepunkt möglich machen oder ein webbasiertes Bezahlsystem wie PayPal installieren. Experten gehen davon aus, dass sich die webbasierten Bezahlsysteme durchsetzen werden. Ob Bargeld, Paypal oder Kreditkarte – Aufladen wird dadurch flexibler. Eventuell aber auch teurer, denn beim vertragsgebundenen Laden gibt es viele gute Angebote von Energieversorgern. Beim Ad-Hoc-Laden zahlt der Fahrer den Preis des jeweiligen Ladesäulenbetreibers – und der ist oft höher als beim vertragsgebundenen Laden. 
Fazit: Einen Vertrag mit einem Anbieter in der Heimatregion abzuschließen, lohnt sich in den meisten Fällen. Auf langen Strecken ist Ad-Hoc-Laden eine gute Lösung.

Quelle: Smarter fahren - Strom tanken ohne Vertrag: https://www.smarter-fahren.de/strom-tanken-ohne-vertrag/ 

zurück

Vorteile & FAQ

Sie möchten sich einen Überblick von den Vorteilen der E-Mobilität verschaffen oder haben Fragen zum Thema?